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18.11.2020

Blühende Amaryllis zu Weihnachten

Die Amaryllis stellt so manchen Hobbygärtner vor eine kleine Herausforderung. Hier erfahren Sie, wie Sie die Zwiebeln der Amaryllis richtig einpflanzen, damit zu den Festtagen blüht.

Außerdem: Wenn Sie sie obendrein zum genau richtigen Zeitpunkt einpflanzen, können Sie ihre Blüten pünktlich zu den Weihnachtstagen bestaunen.


In Kürze: Amaryllis einpflanzen

Die Amaryllis (Hippeastrum), auch Ritterstern genannt, gehört zu den prächtigsten Blühpflanzen im Winter. Die Zwieben einer Amaryllis wird gewöhnlich 5 Jahre kultiviert, bis sie blühfähig ist. Daraus erklärt sich auch der verhältnismäßig hohe Preis, zu welchem Sie die Zwiebeln in jedem guten Fachhandel kaufen können. Bei genauer Einhaltung der Kulturanleitung können Sie viele Jahre Freude an dieser besonders hübschen Zimmerpflanze haben.
Wählen Sie für die Amaryllis einen Pflanztopf, der nur wenig größer als die Blumenzwiebel ist. Zwischen Topfrand und Zwiebel sollte nicht mehr als ein Finger breit Platz sein. Geben Sie unten eine Drainage aus Blähton hinein und befüllen Sie den Topf mit einem Gemisch aus Blumenerde und Sand oder Tongranulat. Achten Sie beim Einpflanzen darauf, daß die fleischigen Wurzeln vorsichtig in den Topf gedreht und nicht geknickt werden. Abgeknickte Wurzeln faulen und verhindern somit den Austrieb neuer Wurzeln. Häufig befinden sich am Wurzelboden bereits eingetrocknete Wurzeln. Entfernen Sie vertrocknete Wurzelspitzen und setzen Sie die Amaryllis-Zwiebel bis zu ihrer dicksten Stelle in die Erde, sodass der obere Teil hinausschaut. Die Zwiebel sollte etwa ein Drittel aus der Erde ragen und mit zwei Dritteln in der Erde sein. Drücken Sie die Erde rundherum an und wässern Sie die Pflanze über den Untersetzer. Alternativ kann man die Amaryllis auch in Hydrokultur ziehen. 
Nun sollte die Amaryllis noch etwa zwei Wochen lang an einem kühlen (circa 18 Grad Celsius) und dunklen Ort stehen, bis sich der beginnende Austrieb zeigt. Danach wird die Amaryllis hell gestellt und etwas mehr gegossen.
Beim Einpflanzen der Amaryllis gilt es ihre besondere Herkunft zu berücksichtigen. Die Amaryllis stammt nämlich ursprünglich aus den trockenen und kühlen Regionen Südamerikas. Die Anforderungen, die ihre Umgebung dort an sie stellt, zum Beispiel der Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit, haben die Amaryllis zu einem sogenannten Geophyten gemacht. Darin ähnelt sie den Tulpen, Narzissen oder unseren heimischen Küchenzwiebeln. Die kühle und trockene Jahreszeit überdauern Geophyten als Knollen, Rüben oder Zwiebeln unter der Erde und beginnen erst dann zu sprießen, wenn die Temperaturen milder und die Wasserzufuhr aktiviert werden. In Südamerika beginnt im November die Regenzeit – und das ist auch der Grund, warum die Amaryllis zu dieser Zeit für gewöhnlich austreibt. Bei uns fällt die Blütezeit der wunderbaren Amaryllis damit ziemlich genau auf Weihnachten und Neujahr – vorausgesetzt Sie bringen die Zwiebel rechtzeitig in die Erde.
 

Der optimale Pflanzzeitpunkt für Amaryllis

Frisch eingetopft und mit Nährstoffen und Wasser versorgt, benötigt die Amaryllis etwa vier Wochen, um auszutreiben und Blüten anzusetzen. Soll die Amaryllis also zu Weihnachten oder in der Adventszeit blühen, müssen wurzelnackte Zwiebeln bereits im Herbst gekauft und im November eingepflanzt werden. Benötigen Sie die tolle Blühpflanze dagegen als Silvesterschmuck oder Mitbringsel zu Neujahr, können Sie sich mit dem Einpflanzen noch etwas Zeit lassen. Sie bestimmen also selbst, wann Sie die Amaryllis-Zwiebel aus ihrer Herbstruhe erwecken und wann Sie die prachtvolle Blüte genießen wollen.